Der Landesverband Sachsen-Anhalt blickt im Oktober 2005 auf 15 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück
Am 03 Oktober 1990 trat der im Frühjahr in Sachsen-Anhalt landesweit gegründete Bund der Kriegsopfer auf einer großen Festveranstaltung in Magdeburg in den Reichsbund ein.
Zu diesem Anlass kamen Mitglieder des Reichsbundes Niedersachen mit 40 Bussen nach Magdeburg in den Stadtpark, um im großen Festzelt bei Tanz und bester Laune mitzuerleben, wie die Vereinbarung vom damaligen Vorsitzenden des Bundesverbandes und dem Vorsitzenden des Landesverbandes unterzeichnet wurde. Die Freunde aus Niedersachsen pflanzten 40 Gingko-Bäume und der Landesvorsitzende Klaus Klein pflanzte eine Eiche zum Zeichen der Verbundenheit. Im November 1990 fand unsere Gründungsveranstaltung statt und mit der anschließenden Aufnahme in den Bundesverband des Reichsbundes auf der Bundestagung war der Zusammenschluss vollzogen. An dieser Entwicklung hatte unser Ehrenpräsident Hans Fiedler ganz besonderen Anteil, er wurde Mitglied Nr. 1 in Sachsen Anhalt.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Reichsbund in Sachsen-Anhalt zu einer anerkannten´, mit großer Fachkompetenz behaffteten Organisation, die in unserem Lande bis heute an Mitgliederstärke und regem Mitgliederleben nur von der Volkssolidarität übertroffen wird.
Gemeinsam mit den anderen sozialen Verbänden, wie dem VdK, dem allgemeinen Behindertenverband und vielen Selbsthilfegruppen bemühte sich der heutige SoVD um Mitgestaltung einer Behinderten gerechten und sozial Schwachen beachtende Landespolitik unserer Landesregierung.
Durch das Wirken unseres sozialpolitischen Ausschusses unter Leitung von Günter Gräfe aus Bitterfeld sind unsere Vertreter auch in Seniorenbeiräten in der Lage, aktiv an politischen Geschehen des Landes zum Wohle unserer betrofenen Bürger mitzuarbeiten.
War in den ersten 5 Jahren das Bemühen und Durchsetzen der Rechte der Kriegsopfer in Sachsen-Anhalt Schwerpunkt unserer Aufgaben, so erweiterte sich der Handlungsbedarf auf das Schwerbehindertenrecht, das Rentenrecht und nunmehr erwarten viele Mitglieder Hilfe und Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche nach Hartz IV und Arbeitslosengeld II.
Im Laufe der Jahre wechselten die Vorsitzenden und die Landesschatzmeister und weitere Funktionäre des Landesverbandes mehrfach, aber entscheidenden Anteil am Wachsen und Werden haben Martin Barthel, damaliger 2. Landesvorsitzender, der von Beginn der Verbandsarbeit bis zu seinem Tode im Jahr 2004 aktiv tätig war und Gerd Nitsche, der 10 Jahre 1. Landesvorsitzender war.
Paul Rulff, Gründungsmitglied und Schatzmeister des Bundes der Kriegsopfer und heutiger Ehrenvorsitzender des Landesverbandes, legte den Grundstein für eine solide Finanzpolitik in Sachsen-Anhalt und sorgte neben anderen Finanzern dafür dass unser jetziger Landesschatzmeister Manfred Wrobel schon seit Jahren den Verband mit schwarzen Zahlen und ohne Schulden, auch beim Bundesverband , führt.
So, wie sich die Aufgaben in der Sozialberatung veränderten, unser jetziger Name dem auch Rechnung trägt, hat sich auch die Altersstruktur in der Mitgliedschaft verändert.
Auf den Versammlungen in unseren Gliederungen erkennen wir, dass die Teilnehmerzahl zurückgeht, einmal, weil unsere Gründungsmitglieder ein betagtes Alter haben und gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind teilzunehmen und die jüngeren Mitglieder aus uns weitestgehend unbekannten Gründen nicht teilnehmen. Ein Auftrag an eine Firma zur Bedarfsforschung wäre aber unbezahlbar und deshalb rufen wir im 15. Jahr unseres Bestehens alle Mitglieder auf in wenigen Zeilen an die Kreisvorstände oder an unseren Landesverband Wünsche, Hinweise Anfragen und aber auch Kritiken bezüglich unserer Verbandsarbeit in den Ortsverbänden, Kreisverbänden und im Landesverband zu senden.
Wir wollen herausfinden was Sie bewegt, was Sie vom Sozialverband erhoffen und welche Aktivitäten für Sie nicht interessant sind und das Engagement dafür an anderer Stelle eingesetzt werden sollte.
Machen Sie mit und helfen Sie unseren Funktionären dafür zu sorgen, dass unser Verband noch kompetenter , stärker und interessanter wird und wir in den nächsten Jahren weiterhin die obige erfolgreichen Bilanz verkünden können.