SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
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Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit wird unterschätzt
20.10.2008
Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wird unterschätzt. Das zeigen Untersuchungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), in denen Daten der Bundesagentur für Arbeit zur Jugendarbeitslosigkeit ausgewertet wurden. Während in internationalen Statistiken die Arbeitslosenquote junger Menschen über dem Durchschnitt liegt, lag sie in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit bislang darunter.
Grund für die Differenz sind unterschiedliche Kriterien bei der Erfassung arbeitsloser Jugendlicher. Die Bundesagentur führt junge Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, in ihrer Statistik nicht als arbeitslos. Es sei denn, sie suchen zeitgleich eine Arbeitsstelle. In internationalen Statistiken ist die Erfassung hingegen anders aufgegliedert. Darüber hinaus seien laut DGB die kürzlich vorgestellten Ausbildungszahlen positiv zu bewerten, allerdings noch kein Grund zur Entwarnung. Denn: Beim Vergleich der Bewerberzahlen mit den betrieblichen Ausbildungszahlen bleibe eine Lücke von 190.000 Ausbildungsplätzen – sofern die ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen außen vor gelassen werden. In der offiziellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit liegt die Zahl hingegen lediglich bei 14.500.
