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SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

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Fachtagung Frauengesundheit

Fachtagung zur Frauengesundheit

Rund um die Frauengesundheit drehte sich alles auf der Fachtagung der Frauen im SoVD Niedersachsen, die am 19. April 2007 im Restaurant Leineschloss in Hannover stattfand. Über 40 Frauen aus ganz Niedersachsen wollten sich die Vorträge der drei Gesundheitsexpertinnen und die anschließende Diskussion nicht entgehen lassen und waren in die Landeshauptstadt gereist.  

Nach einem Begrüßungskaffee und der Tagungseröffnung durch Landesfrauensprecherin Elisabeth Wohlert gab Ursula Jeß aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Familie, Frauen und Gesundheit einen Einblick in verschiedene Krankheitsbilder und deren Auswirkungen. In ihrem Vortag machte sie deutlich, dass - im Gegensatz zur gängigen Meinung und mit steigender Tendenz - mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben als Männer. Grund hierfür sei die unterschiedliche Symptomatik bei Frau und Mann. Oft werde bei Frauen ein Infarkt viel zu spät erkannt, weil sie nicht die klassischen Symptome wie Brustschmerzen aufweise. Dieses Beispiel zeige, wie wichtig die geschlechtsspezifische Anamneseerhebung, Diagnosestellung und Therapie seien. Das Land Niedersachsen sei bestrebt, sich des Themas der Gesundheit Frauen anzunehmen und habe in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Gesundheitskampagnen für Frauen gestartet. So zum Beispiel die Kampagne „Tastsinn“ und der Hinweis auf das aktuelle Mammografiescreening welches in Niedersachsen bereits angelaufen sei und allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Teilnahme an der Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung ermögliche.

Da immer mehr Frauen unter Harninkontinenz leiden, solle zukünftig auch eine Kampagne gestartet werden, die über Inkontinenz und physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten in Theorie und Praxis informiert. 

Inwieweit ehrenamtliches Engagement und Pflege Angehöriger sich auf die Gesundheit von Frauen auswirken, untersuchte Dr. Ute Sonntag von der Landesvereinigung für Gesundheit in ihrem Vortrag. Die Referentin machte deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Gesprächskreise für Frauen sind, um diese bei der Pflege Angehöriger zu entlasten. Auch müsse die Möglichkeit geschaffen werden, Pflege und Beruf zu kombinieren. Dr. Sonntag forderte die Frauen dazu auf, sich für eine befristete berufliche Freistellung einzusetzen. Der SoVD hat hier bereits reagiert und einen Entwurf für ein Pflegezeitgesetz vorgelegt. Dieser wird von den Frauen im SoVD ausdrücklich unterstützt, schließlich sind es gerade Frauen, die die Pflege der Angehörigen übernehmen.

Die Barrieren, die die Gesundheitsversorgung insbesondere für Frauen mit Behinderungen mit sich bringt, stellte Brigitte Faber vom Weibernetz e.V. vor. Auch sie machte anhand von Beispielen deutlich, auf welche Barrieren – baulicher, kommunikativer und physikalischer Art, Frauen mit Behinderungen bei alltäglichen Arztbesuchen stoßen. Auch sie rief die Teilnehmerinnen dazu auf, sich vermehrt für die Belange und für eine barrierefreie Gesundheitsversorgung von Frauen mit Behinderungen einzusetzen. 

Das große Interesse, auf das die Tagung gestoßen ist, spiegelte sich in der regen Diskussion wider. Die SoVD-Frauen werden viele Anregungen der Gesundheitsexpertinnen für ihre Frauenarbeit vor Ort zu nutzen wissen und damit auch in Zukunft innovative Schwerpunkte für ihre Arbeit setzen.




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