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„Ist die Würde des Menschen (un)antastbar?“
„Ist die Würde des Menschen (un)antastbar?“
Begeisterte Teilnehmer am politischen integ-Seminar in Nastätten
Wie wichtig es ist, im privaten Umfeld, aber vor allem in der Öffentlichkeit über Behindertenfeindlichkeit zu sprechen, zeigte das integ-Seminar „Ist die Würde des Menschen (un)antastbar?“ 20 TeilnehmerInnen der integ Niedersachsen mit und ohne Behinderung nahmen vom 1.-8. Oktober 2004 an dem integrativen Seminar in Nastätten am Rhein teil und setzten sich mit der Problematik Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenwürde auseinander.
Basiswissen wurde durch Referate vermittelt, die als Diskussionsgrundlage dienten. Das Einbringen eigener Erfahrungen sowie Filmbeiträge und Informationsmaterial gaben den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, in Arbeitsgruppen Schwerpunkte zu erarbeiten, die anschließend im Plenum erläutert und zur Diskussion gestellt wurden. Auch kreative Techniken wie Collagieren oder Schreiben brachten Anregungen und Ideen zutage, die in der Gruppe besprochen wurden. Ein weiteres Seminar-Highlight war ein Selbstbehauptungskurs, der in diesen acht Tagen auch vermittelte, wie Menschen mit Behinderungen lernen, couragiert aufzutreten.
Neben aller politischen Bildung blieb auch Zeit für das gemeinsame Miteinander. Für die gesamte Seminarzeit, also auch für die Freizeitangebote wie Töpfern und Minigolf spielen hatte die Volkswagen AG kostenlos einen Bus zur Verfügung gestellt, so dass die TeilnehmerInnen in und um Nastätten mobil waren.
Pädagogisch betreut hat das Seminar integ-Jugendvorstandsmitglied Lutz Vahldiek, der von Rieke Beerbom und Jan Piepenbrink unterstützt wurde. Die Aktion Mensch und die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung haben das Seminar gefördert. Vahldiek: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert. Besonders Betroffene müssen die Gelegenheit haben, sich und ihre Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen.“
