SoVD Sachsen-Anhalt

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SoVD Landesverband Sachsen-Anhalt stellte sich dem neuen Minister für Gesundheit und Soziales vor

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, berief zum Jahresanfang 2010 Herrn Norbert Bischoff zum Minister für Gesundheit und Soziales. Zu dieser Berufung erhielt Herr Bischoff auch eine Gratulation des Landesverbandes Sachsen-Anhalt des Sozialverbandes Deutschland e.V.

Diese Gratulation nahm Minister Bischoff zum Anlass einer Einladung in sein Ministerium.

Am 31. März 2010 besuchten die 1. Landesvorsitzenden, Kerstin Römer,  mit Landesgeschäftsführer, Holger Güssau, dem 2. Landesvorsitzenden, Günter Gräfe und dem Sprecher im Sozialpolitischen Ausschuss und 1. Kreisvorsitzenden Anhalt Bitterfeld, Joachim Heinrich das Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalts.

Die Abordnung wurde durch den Minister für Gesundheit und Soziales, Norbert Bischoff und seine Staatssekretärin, Beate Bröcker, empfangen. An dem Arbeitsgespräch, welches in einer sehr sachlichen und offenen Atmosphäre stattfand nahmen verantwortliche Mitarbeiter aus den Leitungs- und Stabsbereichen des  Ministers teil.

Minister Norbert Bischof f informierte sich zunächst über inhaltliche Probleme im Sozialverband Deutschland e.V. und würdigte dabei das hohe persönliche Engagement aller ehrenamtlich tätigen Funktionsträger im Landes- und in den einzelnen Kreisverbänden. Dabei würdigte er insbesondere, dass es eine hohe inhaltliche Übereinstimmung zwischen den Anforderungen an den Sozialstaat Deutschland und seine Leistungen mit den inhaltlichen Zielstellungen in den Programmen und Erklärungen des Sozialverbandes Deutschland e.V. gibt. Der im Juni 2009 durchgeführte 1. Sozialgipfel Sachsen-Anhalts war dabei eine gute Basis für das gemeinsame Wirken aller in Sachsen-Anhalt tätigen Verbände, Vereine und Verantwortungsträger im sozialen Bereich, insbesondere auch vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Im gemeinsamen Austausch von Informationen zu sozialen Problemen standen  Fragen der umfassenden Gesundheitsversorgung, der Betreuung von Seniorinnen und Senioren als auch der Behindertenarbeit  im Vordergrund. Der Minister sprach sich ausdrücklich für eine Fortführung von Gesundheitsfonds und dem Prinzip eines Finanzausgleichs für unterschiedliche Krankheitsrisiken aus. Er kündigte weitere gemeinsame Anstrengungen von Land, AOK und Kassenärztlicher Vereinigung an, um einer drohenden medizinischen Unterversorgung gerade in ländlichen Gebieten vorzubeugen. In dem vom Land bisher als Modellversuch gestarteten Einsatz von Praxisassistentinnen sieht der Minister Teil eines neuen Systems mit Versorgungsstrukturen. „Leitgedanke ist, dass die Hilfe zum Menschen kommt.“, sagte Minister Bischoff. Die geschulten Praxisassistentinnen fahren im Auftrag der Hausärzte zu den Patienten und denen bleibt damit bei kleineren Problemen und Routineabklärungen der oft lange und beschwerliche Weg in die Arztpraxis erspart. Ein entsprechender Ausbildungskurs mit 270 Stunden Theorie- und Praxisunterricht konnte für 19 Frauen in Magdeburg kürzlich abgeschlossen werden. Ein weiterer Kurs soll folgen.

Die 1. Landesvorsitzende übergab dem Minister eine Mappe mit umfangreichen Informationen zur Tätigkeit des vom Sozialverband Deutschland e.V. getragenen Berufsbildungswerkes Stendal. Hier zeigt sich das besondere Engagement des Verbandes gegenüber behinderten jungen Menschen.

Anerkennung fand auch die derzeitige Lesung eines novellierten Behindertengleichstellungsgesetzes in Sachsen-Anhalt, welches in 1. Lesung im Landtag Sachsen-Anhalt behandelt wurde . Der SoVD erkennt lobenswert an, dass Sachsen-Anhalt bereits 1992 eine Vorreiterrolle spielte und jetzt die Aufgabe ansteht, künftig alle Gesetze, die behinderte Menschen direkt oder indirekt betreffen, an der in Deutschland im März 2009 im Range eines Bundesgesetzes in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention zu messen. Eine besondere Verantwortung ergibt sich aus der weiteren Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowohl für den Bund, als auch für die Länder, aber auch für die Kreistage und Stadtparlamente. Diese sind aufgefordert, die UN-Behindertenrechtskonvention ständig in den Blick zu nehmen und bei ihren Beschlüssen zu berücksichtigen. Der Landesvorstand des SoVD hat vor dem Hintergrund dieser Anforderungen inzwischen für jeden der 4 Arbeitskreise des Runden Tisches für behinderte Menschen im Land Sachsen-Anhalt einen Funktionsträger benannt.

Zusammenfassend erklärte der Minister, dass der Sozialverband Deutschland zukünftig mit seinem Sach- und Fachwissen stärker in die Arbeit eingebunden wird.




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