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SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

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Immer mehr Väter nehmen Elternzeit

20.11.2009

Die Zahl der Väter in Elternzeit steigt. Während 2006 rund 3 Prozent der Väter in Erziehungszeit gingen, beantragten Mitte 2008 mehr als 18 Prozent der Väter das eingeführte Elterngeld. Dabei bleibt rund ein Drittel von ihnen länger als die üblichen zwei Monate bei dem Kind zu Hause. Das Berliner Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer (SowiTra) hat jetzt untersucht, wie die Männer die Möglichkeiten des neuen Gesetzes nutzen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Väter in erster Linie in großen Unternehmen und fast ausschließlich in Firmen mit Betriebs- oder Personalräten beschäftigt sind. Hauptsächlich arbeiten sie in der Verwaltung oder in einem Dienstleistungsunternehmen, haben zum Großteil einen Hochschulabschluss und sind durchschnittlich 37 Jahre alt. Ihre Partnerin ist ebenfalls erwerbstätig. Die Elterngeldväter leben meist in Großstädten und nehmen nur eine kurze Auszeit von maximal zwei Monaten.

Insgesamt konnten die Wissenschaftler des SowiTra fünf unterschiedliche Nutzergruppen identifizieren. Den Großteil der befragten Väter machen die sogenannten „Vorsichtigen“ aus, die nur eine ein- bis zweimonatige Pause einlegen und das meistens direkt im Anschluss an die Geburt. Diese Väter wollen ihrer Karriere nicht schaden und halten den Zeitraum deshalb möglichst kurz. Die „(Semi-) Pariätischen (14 Prozent der Befragten) erhalten drei bis acht Monate Elterngeld und das hauptsächlich versetzt zur Partnerin.

Die „umgekehrten Nutzer“ (6 Prozent) bleiben länger zu Hause als ihre Partnerin, denn es ist ihnen wichtig, die Verantwortung für die Familie aufzuteilen. Das eigene berufliche Fortkommen spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die „Familienorientierten“ möchten in erster Linie, dass ihre Kinder von einem Elternteil betreut werden nehmen zwischen einem und acht Elterngeldmonaten in Kombination mit anschließender unbezahlter Elternzeit. Die Gruppe macht neun Prozent der Befragten aus.

Fünf Prozent der Väter nehmen das Elterngeld zwischen neun und zwölf Monaten in Anspruch (die „Familienzentrierten“) und anschließend zusätzliche unbezahlte Elternzeit. Auch ihnen ist es wichtig, frühzeitig viel Zeit mit dem Kind zu verbringen.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler 624 erwerbstätige Väter, die Elterngeld beziehen, sowie Betriebsräte und Personalverantwortliche.




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