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Unlust am Studium wächst trotz Studentenrekord
24.09.2009
Zum Start des neuen Wintersemesters im Oktober werden so viele Studienanfänger wie noch nie erwartet. Trotzdem wächst bei Abiturienten die Unlust an einem Studium. Das hat der Bildungsforscher Klaus Klemm von der Universität Duisburg-Essen für den Bildungsbericht von Bund und Ländern festgestellt. Demzufolge legen immer mehr junge Menschen in Deutschland ihre Hochschulreife ab, verzichten aber im Anschluss auf ein Studium. Das treffe vor allem auf junge Frauen und Abiturienten aus sozial schwachen Familien zu.
Bereits seit fünf Jahren sei diese Entwicklung zu beobachten: Im vergangenen Jahr verließen 20 Prozent mehr Abiturienten die Schule als noch 2003. Die Zahl der Studienanfänger stieg im gleichen Zeitraum jedoch nur um 2,4 Prozent. Die Gründe für einen Studienverzicht sind der Untersuchung zufolge vielfältig: Der Großteil der Schulabgänger möchte sich aufgrund von unsicheren Berufsperspektiven oder aus Angst vor Schulden und Studiengebühren nicht an einer Hochschule einschreiben.
